e-Lastenräder von FlixBus für Berliner Lebensmittelretter

Lebensmittelretter in Berlin sind ab sofort elektrisch unterwegs: e-Lastenräder von FlixBus und atmosfair für Foodsharing e. V.

Die Klimaschutzorganisation atmosfair und FlixBus unterstützen mit zwei elektrisch betriebenen Lastenrädern die Lebensmittelretter von Foodsharing e. V. in Berlin. Die e-Räder, die jeweils mit einer großen Ladefläche ausgestattet sind, ermöglichen es den Vereinsmitgliedern, große Mengen noch verwertbarer Lebensmittelabfälle aus Supermärkten abzuholen und zum Beispiel an soziale Einrichtungen zu verteilen. Und das Beste daran: Dank der Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energien ist Klimafreundlichkeit garantiert! Die Räder wurden von FlixBus-Geschäftsführer Daniel Krauss und atmosfair-Geschäftsführer Dietrich Brockhagen am 27. Juni 2016 am Berliner Alexanderplatz übergeben.

Daniel Krauss, Gründer und Geschäftsführer von FlixBus:

„Lastenfahrräder für Lebensmittelretter – eine rundum grüne Sache! Wir sind stolz, gemeinsam mit unseren Fahrgästen und atmosfair das Engagement von Foodsharing e. V. zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass nicht nur weniger Lebensmittel verschwendet werden, sondern auch Bedürftigen geholfen wird.“

Dietrich Brockhagen, Geschäftsführer von atmosfair:

„Stoppen von Verschwendung ist aktiver Klimaschutz – egal ob bei Energie, Rohstoffen oder Lebensmitteln. Wir wünschen Foodsharing viele Kilometer im Sattel: Jedes grüne Elektrofahrzeug bringt die Mobilitätswende voran.“

Die Aktion ist Teil des Klimaschutzengagements von FlixBus. An sich ist der Bus bereits ein sehr umweltfreundliches Fernverkehrsmittel und liegt mit einem Treibhausgasausstoß von 32 g pro Personenkilometer hinter Flugzeug (211 g), PKW (142 g) und Bahn im Fernverkehr (41 g).[1] Bei FlixBus haben die Passagiere darüber hinaus die Möglichkeit, die bei ihrer Fahrt mit den grünen Bussen entstehenden CO2-Emissionen mit einem Klimaschutzbeitrag zu kompensieren. Diese Spenden ermöglichten nun auch die Anschaffung der Lastenräder. Und sie sind erst der Anfang: Insgesamt sollen mindestens zehn e-Lastenräder an Foodsharing-Gruppen in ganz Deutschland übergeben werden. Die ersten Gewinner aus der Foodsharing-Community stehen bereits fest: Mitglieder aus Berlin, Hamburg, Heidelberg, Köln und Leipzig haben sich über die Foodsharing-Plattform www.foodsharing.de für die Räder beworben und ein überzeugendes Nutzungskonzept vorgestellt.

CO2-Einsparung durch Elektromobilität und reduzierte Lebensmittelverschwendung

Jedes der Lastenräder für Foodsharing e. V. kann bis zu 300 Kilogramm transportieren und dank eines starken Elektromotors bis zu 200 km mit nur einer Batterieladung zurücklegen. Im Jahr kann die Foodsharing-Community bundesweit dank der Lastenräder über 100 Tonnen Lebensmittel vor der Mülltonne retten und so CO2-Emissionen in Höhe von mehr als 500 Tonnen vermeiden. Um so viel CO2 auszustoßen, müsste ein FlixBus acht Mal um den Äquator fahren. Da alle Räder mit grünem Strom betankt werden sollen, spart ein solches e-Lastenrad zusätzlich noch eine bis zwei Tonnen CO2 im Jahr gegenüber der Abholung der Lebensmittel mit dem Auto ein. Hergestellt werden die Räder von der Firma Radkutsche aus Mössingen bei Tübingen.

Laut einer Studie des WWF von 2015 fallen in Deutschland pro Jahr 10 Millionen Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle an.[2] Die mittlerweile mehr als 15.000 freiwilligen Mitglieder von Foodsharing e. V. in Deutschland, der Schweiz und Österreich setzen sich erfolgreich gegen diese Lebensmittelverschwendung ein. Seit 2012 haben sie allein in Deutschland fast 5.000 Tonnen Lebensmittel gerettet und damit zur Einsparung von ungefähr 30.000 Tonnen CO2 beigetragen. Auch in Österreich und der Schweiz ist Foodsharing e. V. aktiv.

Das Prinzip Foodsharing: Ressourcen und Klima schützen, Bedürftige unterstützen

Die Lebensmittelretter von Foodsharing e. V. sammeln in etwa 2.800 Lebensmittelbetrieben täglich, oft kurz vor Ladenschluss, Lebensmittel ein, die andernfalls in der Mülltonne gelandet wären. Die Foodsharer machen die Lebensmittel über sogenannte „Fairteiler“ anderen Mitmenschen zugänglich oder spenden diese direkt an karitative Einrichtungen wie zum Beispiel Flüchtlingsunterkünfte oder die Obdachlosenhilfe.

Klimafreundlich unterwegs mit FlixBus und atmosfair

atmosfair ist eine Klimaschutzorganisation mit Sitz in Berlin-Kreuzberg, die ihre Einnahmen aus den CO2-Kompensationsbeiträgen von Reisenden bezieht. Mit diesen Spenden verhilft atmosfair Menschen im Globalen Süden zu verlässlicher und sauberer Energie, zum Beispiel Solarstrom oder Biogas zum Kochen. In Deutschland unterstützt atmosfair Umwelt- und Klimabildungsprojekte.

In Zusammenarbeit mit atmosfair unterstützen FlixBus-Kunden mit ihren freiwilligen Spenden von 2015 ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt, um die Klimabelastung ihrer Reise auszugleichen: den Ausbau von Haushaltsbiogasanlagen im ländlichen Nepal. Darüber hinaus fließt ein Teil der Klimaschutzbeiträge in die Förderung nachhaltiger Mobilität in Deutschland. Im Dezember 2015 konnten die FlixBus-Kunden auf Facebook über die Verwendung der für Deutschland bestimmten Klimaschutzbeiträge abstimmen. Mehr als 1.000 von ihnen stimmten für die Lastenräder.

[1] Quelle: Verkehrsträgervergleich des Umweltbundesamtes, 28.04.2016 (Bezugsjahr: 2014).

[2] Quelle: „Das große Wegschmeißen“, WWF Deutschland, Juni 2015.


Quelle: Pressemeldung
Informationen, Buchung & Fahrpläne: www.flixbus.de / www.meinfernbus.de

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