Die Bahn erprobt kostenloses WLAN im Nahverkehr

Welcher Pendler wünscht sich nicht auf der täglichen Fahrt im Regionalexpress, sein Datenvolumen zu schonen und dennoch die News-App zu nutzen, Mails zu verschicken oder mit seinen Kollegen per Skype zu kommunizieren? Um auch auf Bahnfahrten jederzeit online sein zu können und den Reisenden eine möglichst effiziente Fahrtzeit zu ermöglichen, stellte DB Regio nun eine technische Lösung für kostenloses Internet über WLAN vor.

Köln Hbf mit S-Bahn

© Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee

Auf einigen ersten Strecken wird WIFI@DB Regio bereits erfolgreich eingesetzt, so zum Beispiel im Fugger-Express von München nach Augsburg oder auf der Strecke Kiel–Lübeck–Lüneburg. Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 einen Großteil der DB Regio-Züge mit WLAN und einem Informationsportal auszustatten und den Reisenden einen möglichst permanent verfügbaren Internetzugang zu bieten.

Nach einer Reihe von verschiedenen Tests hat sich ein „Multi-Provider System“ als leistungsfähigstes WLAN-System herausgestellt, das parallel die Mobilfunknetze der drei Mobilfunkanbieter verwendet, um die bestmögliche Verfügbarkeit und Bandbreite bereitzustellen.

Die Bandbreite im Zug sei dabei abhängig von der Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze. Bei schlechter Mobilfunkversorgung entlang der Strecke sorgt das neue Informationsportal für ein Grundangebot, da dieses auch offline zur Verfügung steht. Neben Nachrichten und aktuellen Informationen sind dort auch touristische Informationen abrufbar.

„WLAN ist Teil der modernen Lebenswelt, unterwegs wie zuhause“, sagt Jörg Sandvoß, Vorstandsvorsitzender DB Regio. „Deswegen haben wir mit WIFI@DB Regio ein Produkt entwickelt, das bei entsprechender Mobilfunkausleuchtung eine stabile Internetverbindung in den Zug bringen kann. Bei Mobilfunklücken gibt es attraktive Angebote über ein Informationsportal.“

Ziel ist es, den Reisenden einen möglichst permanent verfügbaren Internetzugang zu bieten. Daher hat DB Regio die Mobilfunkabdeckung auf 21.000 Kilometern Streckennetz gemessen. Das Ergebnis: Im LTE-Netz konnte die Mindestdatenrate von 10 MBit/s bei der Telekom auf 54 Prozent, bei Vodafone auf 44 Prozent und bei Telefonica auf 35 Prozent der Streckenkilometer erreicht werden. Nur durch eine geschickte Bündelung aller drei Mobilfunknetze kann den Reisenden eine Mobilfunkausleuchtung von etwa 87 Prozent, davon zu 78 Prozent mit LTE angeboten werden. Das heißt: Auf einer 90 Minuten langen Fahrt ist der Reisende rund 15 Minuten ohne Empfang. Für eine zuverlässige Bereitstellung des Internetempfangs sind daher weitere Investitionen notwendig. Die Deutsche Bahn ist mit den Telekommunikationsunternehmen über den weiteren Netzausbau im Gespräch.

 

Quelle: www.deutschebahn.com

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